Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Wie genau funktioniert der Sonnenaufgang? Warum unterscheiden sich die Zeiten je nach Ort und Jahreszeit — und wo bleibt es manchmal den ganzen Tag hell oder dunkel?

Tag und Nacht auf der Erde — live

Die dunkle Zone ist Nacht. Die goldene Linie ist die Grenze zwischen Tag und Nacht (der Terminator). Die Sonne steht am hellsten Punkt.

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Die Erde dreht sich alle 24 Stunden — dadurch bewegt sich die Schattenzone ständig. Länder im Licht erleben Tag; in der dunklen Zone ist Nacht.

Sonnenaufgang heute pro Ort

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Sonnenaufgang und Sonnenuntergang: Wie funktioniert das genau?

Der Sonnenaufgang ist der Moment, in dem die Sonne sichtbar über dem Horizont erscheint. Der Sonnenuntergang ist der Moment, in dem die Sonne wieder vollständig hinter dem Horizont verschwindet. Für viele Menschen fühlen sich diese Momente wie der natürliche Anfang und das natürliche Ende des Tages an, astronomisch steckt jedoch viel mehr dahinter.

Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sonnenaufgang und Sonnenuntergang entstehen, warum die Zeiten je nach Ort unterschiedlich sind und warum es an manchen Orten der Welt wochenlang hell oder dunkel bleiben kann.

Warum geht die Sonne auf und unter?

Die Sonne scheint jeden Tag im Osten aufzugehen und im Westen unterzugehen. In Wirklichkeit bewegt sich die Sonne nicht um die Erde; die Erde dreht sich um ihre eigene Achse. Durch diese Drehung wird jeweils ein anderer Teil der Erde von der Sonne beleuchtet.

Wenn sich Ihr Wohnort zur Sonne hin dreht, wird es Morgen und die Sonne erscheint über dem Horizont. Wenn sich Ihr Ort von der Sonne weg dreht, wird es Abend und die Sonne verschwindet hinter dem Horizont.

Da die Erde in ungefähr 24 Stunden eine vollständige Drehung macht, erleben wir jeden Tag einen Wechsel von Tag und Nacht.

Warum unterscheiden sich Sonnenaufgang und Sonnenuntergang je nach Ort?

Die Zeiten von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sind nicht überall gleich. Sie hängen von mehreren Faktoren ab:

Ein Ort im Osten eines Landes sieht die Sonne meist früher aufgehen als ein Ort im Westen. Es macht auch einen großen Unterschied, ob man nahe am Äquator lebt oder weit im Norden oder Süden.

In den Niederlanden und Belgien sind die Tage im Sommer lang und im Winter kurz. Um Juni geht die Sonne früh auf und spät unter. Um Dezember ist es genau umgekehrt: Die Sonne geht spät auf und verschwindet früh hinter dem Horizont.

Warum ist es schon vor Sonnenaufgang hell?

Oft wird es schon hell, bevor die Sonne selbst sichtbar ist. Das liegt an der Morgendämmerung. Während der Dämmerung steht die Sonne noch unter dem Horizont, ihr Licht wird aber bereits in der Atmosphäre gestreut.

Dadurch kann der Himmel bereits heller werden, obwohl die Sonne offiziell noch nicht aufgegangen ist. Dasselbe geschieht nach Sonnenuntergang. Auch dann bleibt es noch eine Weile hell, weil Sonnenlicht über die Atmosphäre gestreut wird.

Deshalb gibt es einen Unterschied zwischen:

Warum sieht man die Sonne manchmal schon, obwohl sie eigentlich noch unter dem Horizont steht?

Ein besonderes Phänomen bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ist die atmosphärische Brechung. Die Erdatmosphäre lenkt das Sonnenlicht ein wenig ab. Dadurch scheint die Sonne etwas höher zu stehen, als sie tatsächlich steht.

Das bedeutet, dass wir die Sonne bei Sonnenaufgang bereits sehen können, obwohl sie astronomisch gesehen noch knapp unter dem Horizont steht. Beim Sonnenuntergang geschieht das Umgekehrte: Wir sehen die Sonne noch einen Moment, obwohl sie eigentlich schon unter dem Horizont verschwunden ist.

Warum färbt sich der Himmel rot, orange oder rosa?

Bei tief stehender Sonne bekommt der Himmel oft wunderschöne Farben. Denken Sie an rotes, oranges, rosafarbenes oder goldgelbes Licht. Das liegt daran, dass Sonnenlicht einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegt, wenn die Sonne tief am Horizont steht.

Tagsüber, wenn die Sonne hoch steht, wird vor allem blaues Licht gestreut. Deshalb sehen wir den Himmel meist blau. Bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang muss das Sonnenlicht durch eine viel dickere Schicht aus Luft, Staubpartikeln und Feuchtigkeit. Dadurch werden andere Farben stärker sichtbar, besonders Rot und Orange.

Ein Sonnenuntergang ist oft farbintensiver als ein Sonnenaufgang. Das liegt daran, dass sich am Ende des Tages meist mehr Staub, Feuchtigkeit und kleine Partikel in der Luft befinden.

Was ist der Unterschied zwischen Morgendämmerung und Abenddämmerung?

Die Morgendämmerung ist die Zeit zwischen dem ersten Licht am Himmel und dem offiziellen Sonnenaufgang. Diese Zeit wird auch Tagesanbruch genannt.

Die Abenddämmerung beginnt nach Sonnenuntergang. Die Sonne ist dann bereits verschwunden, aber es ist nicht sofort dunkel. Der Himmel bleibt noch eine Zeit lang erhellt, weil Sonnenlicht in der Atmosphäre gestreut wird.

Es gibt verschiedene Arten von Dämmerung:

Warum sind die Tage im Sommer länger als im Winter?

Die Tageslänge verändert sich durch die Schrägstellung der Erde. Die Erde steht nicht gerade zu ihrer Umlaufbahn um die Sonne, sondern ist leicht geneigt. Dadurch erhält die Nordhalbkugel im Sommer mehr Sonnenlicht und im Winter weniger.

In den Niederlanden und Belgien bedeutet das:

Der längste Tag des Jahres fällt auf der Nordhalbkugel meist um den 21. Juni. Der kürzeste Tag fällt meist um den 21. Dezember.

Was ist die Mitternachtssonne?

In Gebieten rund um den Nordpol und Südpol kann die Sonne in bestimmten Zeiträumen überhaupt nicht untergehen. Dieses Phänomen heißt Mitternachtssonne.

Während der Mitternachtssonne bleibt die Sonne 24 Stunden am Tag über dem Horizont. Es wird dann also nicht wirklich dunkel. Das geschieht zum Beispiel in Teilen Norwegens, Schwedens, Finnlands, Islands, Grönlands, Kanadas, Alaskas und Russlands.

Je weiter man nach Norden kommt, desto länger dauert dieser Zeitraum. An manchen Orten bleibt es wochen- oder sogar monatelang hintereinander hell.

Was ist die Polarnacht?

Das Gegenteil der Mitternachtssonne ist die Polarnacht. Während der Polarnacht steigt die Sonne für eine bestimmte Zeit überhaupt nicht über den Horizont.

Das bedeutet nicht immer, dass es 24 Stunden am Tag stockdunkel ist. Oft gibt es noch Dämmerlicht, besonders am Rand des Polargebiets. Die Sonne selbst bleibt jedoch unter dem Horizont.

Die Polarnacht kommt in Gebieten rund um den Nordpol und Südpol vor. In der Arktis geschieht dies während unseres Winters. In der Antarktis geschieht es gerade während unseres Sommers.

Wo bleibt es manchmal den ganzen Tag hell?

In Gebieten oberhalb des nördlichen Polarkreises kann es im Sommer 24 Stunden am Tag hell bleiben. Bekannte Orte, an denen man die Mitternachtssonne erleben kann, sind unter anderem:

Für Reisende ist dies ein besonderes Naturphänomen. Man kann dort mitten in der Nacht noch draußen spazieren gehen, fotografieren oder Aktivitäten unternehmen, ohne dass es dunkel wird.

Wo bleibt es manchmal den ganzen Tag dunkel?

Im Winter kann in denselben Polargebieten genau das Gegenteil passieren: Die Sonne geht nicht auf. Dies kommt an Orten weit oberhalb des nördlichen Polarkreises vor, zum Beispiel in Teilen Nordnorwegens, auf Spitzbergen, in Grönland, Alaska und Nordkanada.

Auch in der Antarktis kommt dieses Phänomen vor. Dort sind die Jahreszeiten im Vergleich zu Europa umgekehrt. Wenn bei uns Sommer ist, ist dort Winter.

Warum ändern sich Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nicht überall gleich stark?

In der Nähe des Äquators sind Tage und Nächte fast das ganze Jahr über ungefähr gleich lang. Die Sonne geht dort oft ungefähr zur gleichen Zeit auf und ungefähr zur gleichen Zeit unter.

Weiter vom Äquator entfernt werden die Unterschiede viel größer. In den Niederlanden und Belgien merken wir das deutlich: lange Sommerabende und kurze Wintertage. In Skandinavien sind die Unterschiede noch extremer. Dort kann es im Sommer kaum dunkel werden und im Winter nur wenige Stunden hell sein.

Wissenswertes über Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Die Sonne geht nicht überall genau im Osten auf. Nur um die Zeitpunkte, an denen Tag und Nacht ungefähr gleich lang sind, geht die Sonne fast genau im Osten auf und fast genau im Westen unter.

Die Farben bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang werden durch Staub, Feuchtigkeit, Wolken und Luftverschmutzung beeinflusst. Deshalb kann ein Sonnenuntergang viel spektakulärer sein als ein anderer.

Ein roter Morgenhimmel gilt in alten Wetterregeln oft als Zeichen für nahendes schlechteres Wetter. Ein bekanntes Sprichwort lautet: „Morgenrot, schlecht Wetter droht.“

Der Ausdruck „Morgenstund hat Gold im Mund“ verweist auf die Idee, dass frühes Aufstehen Vorteile hat und der Morgen ein wertvoller Teil des Tages ist.

Auf dem Mond würde man keinen farbenprächtigen Sonnenaufgang wie auf der Erde sehen. Das liegt daran, dass der Mond praktisch keine Atmosphäre hat. Ohne Atmosphäre gibt es auch kaum Streuung von Sonnenlicht.

Symbolische Bedeutung des Sonnenaufgangs

Der Sonnenaufgang wird oft als Symbol für einen Neuanfang gesehen. Ein neuer Tag, neue Chancen, Hoffnung und Fortschritt werden häufig mit der aufgehenden Sonne verbunden.

Auch in Flaggen, Kunst, Religion, Literatur und Musik taucht der Sonnenaufgang regelmäßig auf. Japan ist zum Beispiel als Land der aufgehenden Sonne bekannt. Die rote Sonne ist ein bekanntes Symbol, das stark mit Japan verbunden ist.

Der Sonnenuntergang hat dagegen oft eine andere symbolische Bedeutung. Er wird eher mit Ruhe, Abschluss, Romantik, Besinnung oder dem Ende einer Phase verbunden.

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nachschlagen

Die genauen Zeiten von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang unterscheiden sich je nach Ort und Datum. Deshalb ist es praktisch, diese Zeiten pro Standort nachzuschlagen.

Auf CurrentLocalTime.com können Sie für jeden Ort sehen, wann die Sonne heute auf- und untergeht. So sehen Sie nicht nur die aktuelle Ortszeit, sondern auch, wie viel Tageslicht noch übrig ist, wann es dunkel wird und wie der Tag an Ihrem gewählten Ort verläuft — einschließlich einer Zeitlinie der letzten 5 und der kommenden 20 Tage.

Zusammenfassung

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang entstehen dadurch, dass sich die Erde um ihre eigene Achse dreht. Die genauen Zeiten unterscheiden sich je nach Ort, Jahreszeit und Datum. Durch die Atmosphäre ist es oft schon hell, bevor die Sonne sichtbar ist, und nach Sonnenuntergang bleibt es noch eine Weile dämmrig.

Besondere Phänomene wie Mitternachtssonne und Polarnacht zeigen, wie groß die Unterschiede auf der Erde sein können. An manchen Orten bleibt es im Sommer wochenlang hell, während die Sonne im Winter lange Zeit nicht aufgeht.

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sind dadurch nicht nur praktische Zeitpunkte, sondern auch beeindruckende Naturphänomene, die überall auf der Welt anders erlebt werden.